Samstag , 16 November 2019
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Strategie braucht Leidenschaft

Jedes Handwerk muss gelernt werden, auch das Strategiehandwerk.
Photo by Maxime Agnelli on Unsplash

 

Strategie mit Leidenschaft in Verbindung zu bringen, mutet im ersten Moment etwas befremdend an. Strategie ist gemeinhin etwas rationelles, analytisches. Eine Methode mit definierten Prozessen. Und Leidenschaft spricht die Emotionen an.

Bekannte Autoren sprechen gerne vom Strategiehandwerk (Provisions-Link) oder gar von der Kunst der Strategie. Um in Kunst und Handwerk meisterlich zu werden, braucht es neben Talent auch viel Leidenschaft. Leidenschaft ist die notwendige Basis für Ausdauer und Disziplin, um langfristig durchzuhalten. Manchmal braucht es Jahre, um einen Durchbruch zu erringen. Oder, um es mit Harry Belafonte zu sagen: “Ich habe 30 Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden”.

Wie entsteht Leidenschaft zu einem Thema?

Glücklich ist der, der aus einer vorhandenen Leidenschaft ein Unternehmen aufbaut. Er trägt den Samen des Erfolgs bereits mit sich. Sportler, die zu Fitness-Unternehmern werden, Handwerker, die eine Serienfertigung aufbauen, Softwareentwickler, die leidenschaftlich an der Lösung eines Problems arbeiten und viele mehr.

Leidenschaft kann aber auch erst aus der alltäglichen Arbeit heraus entstehen. Man stolpert immer wieder über ein schlecht gemachtes Produkt oder eine Dienstleistung und denkt sich: “Das können wir doch viel besser.”

Voraussetzung ist dann aber, dass der Unternehmer oder Vertrieb mit Leidenschaft im Markt unterwegs ist. Intensiv mit Kunden, Lieferanten und möglichen Partnern spricht, um die ersten Annahmen für ein besseres Produkt auf gesicherte Beine zu stellen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die ersten Annahmen sind meist falsch.

“Einen innigen Tango mit dem Kunden tanzen”, nennt es Carl Schramm, Professor für Entrepreneurship. Sei wirklich an den Problemen der Kunden interessiert. Leide mit ihnen und versuche ihre Denkweisen, Bedürfnisse und Vorliegen zu verstehen, um dann mit einer passenden Lösung zu helfen. Bringe aber auch Neues, Interessantes und Aufregendes mit, mit dem der Kunde seine Zukunft erfolgreich gestalten kann.

Erst kommt das Vertrauen, dann das Verkaufen

Dabei kommt es beim “Networking” zunächst nicht aufs “Verkaufen” an. Nein, viel wichtiger ist das Sammeln von Informationen zu den Problemen der Kunden. Nur wenn ich es schaffe, Insider der Zielgruppe zu werden, kann ich mich als optimaler Problemlöser positionieren. In der Folge ein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten und vielleicht mit viel Fleiß und Glück die vertrauensvolle Nummer 1 bei meiner Zielgruppe werden. Denn, nur Relevanz erzeugt Resonanz. Und wo der “Kittel brennt” erfahre ich nur beim Kunden. Am besten in der konkreten Anwendung im Alltag. Darauf weisen auch aktuelle Strategieansätze (Provisions-Link) unermüdlich hin.

Mit fundierten Informationen ausgestattet, kann ich dann meine Strategie entwickeln, und die Ziele für Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Service und Support darauf hin ausrichten. Strategie ist das Gesamtkonzept aller “erfolgsversprechenden Handlungsoptionen” über alle Unternehmensbereiche hinweg. Sie vernetzt die Einzelziele mit allen sich gegenseitig beeinflussenden Fern- und Nebenwirkungen. Aber Strategiemethoden, ob klassisch oder systemisch, geben nur den Rahmen vor. Die Ausarbeitung der individuellen Strategie ist immer ein kreativer Akt. Und Kreativität braucht Leidenschaft. Der Kreis schließt sich.

DenkKonzept: Strategie braucht Leidenschaft. Die Ausarbeitung einer Strategie ist ein kreativer Akt. Für kreative Lösungen braucht es zunächst möglichst viel “Input” zum Problem. Erst dann ist es mit etwas Talent möglich, eine erfolgsversprechende Strategie zu entwickeln.

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